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Fakten & Daten  >  Deutschland 1918‑1939  >  August-Dezember 1932

 

 

 

Geschrieben: Januar 2013

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1932 (August-Dezember)

 

10. August

 

23. August 1932, Adolf Hitler [1]:

Meine Kameraden! Angesichts dieses ungeheuerlichen Bluturteils fühle ich mich Euch in unbegrenzter Treue verbunden. Eure Freiheit ist von diesem Augenblick an eine Frage unserer Ehre. Der Kampf gegen eine Regierung, unter der dieses möglich war, unsere Pflicht.

 

 

Franz von Papen, 12. September 1932 (Auszüge)[2]

 

 [...]

Neben dem Neuaufbau der Wirtschaft wird die Hauptaufgabe der Reichsregierung der Umbau unseres staatlichen Lebens sein. Es gilt heute, klar zu erkennen, daß wir am geistigen Wendepunkt einer Epoche, am geistigen Wendepunkt des liberalen Jahrhunderts stehen, und es gilt, ebenso klar zu begreifen, daß es höchste staatspolitische Pflicht ist, die Nation aufzurufen, die daraus folgenden Konsequenzen für die Neugestaltung unseres staatlichen Lebens zu ziehen. Als letzter der europäischen Staaten hat Deutschland nach dem Zusammenbruch des Jahres 1918 sein staatliches Leben auf den Doktrinen einer rein formalen Demokratie aufgebaut. 14 Jahre sind seitdem ins Land gegangen und haben uns gezeigt, daß der Notbau von Weimar Konstruktionsfehler aufweist, die das staatliche Gefüge des Reiches und der Länder in entscheidenden Punkten lebensgefährdend bedrohen.

Die Reichsregierung hat seit dem ersten Tage betont, daß sie ihre historische Mission in der Beseitigung dieser Konstruktionsfehler erblickt. Sie wäre völlig fehl am Platze, wenn sie etwa zugeben wollte, daß nach dem demokratischen Pendelgesetz wechselnder parlamentarischer Mehrheiten ihre Nachfolgerin wieder eine irgendwie zusammengesetzte Parteien-Koalition sein könnte. Damit wäre für eine grundlegende Umstellung nichts gewonnen. Ebenso verfehlt würde es sein, an die Stelle wechselnder Partei-Koalitionen die Diktatur einer Partei zu setzen ‑ eine Staatsreform, die möglicherweise den Bedürfnissen anderer Länder, niemals aber denen des deutschen Volkes entspricht. Haben deshalb Millionen jahrelang den Kampf gegen das "System“ geführt, nämlich das System der Parteiherrschaft, das die Beamtenschaft politisierte, die Stellen des Staates und der öffentlichen Verwaltung zu Pfründen herabwürdigte, das die Hoheit des Staatsgedankens untergehen ließ in dem Morast selbstsüchtiger Interessen? Haben Millionen diesen Kampf geführt, damit er ausmündet in eine neue Parteiherrschaft, nur mit umgekehrten Vorzeichen, in ein neues System von Parteibuchbeamten, in neue Koalitionen, neue Kompromisse, neue Halbheiten? Die Reichsregierung ist der Ansicht, daß das System der formalen Demokratie im Urteil der Geschichte und in den Augen der deutschen Nation abgewirtschaftet hat und daß es nicht mehr zu neuem Leben erweckt werden kann.

Aus der heutigen Zersetzung unseres Staatslebens heraus und in gesunde zukunftsvolle Verhältnisse kann uns allein die Herstellung einer wahrhaft unparteiischen nationalen Staatsführung bringen, einer Staatsführung, die sich über allem Parteiwesen als unantastbarer Hort der Gerechtigkeit erhebt, die gestützt ist auf die Macht und die Autorität des vom Volke gewählten Reichspräsidenten.

Kein Volk der Welt ringt so heiß und ehrlich um das Wesen der Politik wie das deutsche. Weshalb aber ist es dann so schwer, die Synthese der Kräfte zu finden, die das gleiche staatspolitische Ziel verfolgen, die mit uns den Staat auf eine neue gesunde Basis stellen wollen? Wenn heute eine Regierung das Programm auf ihre Fahne schreibt, das eine große Partei in ihrem wesentlichen Inhalt gefordert und wofür sie Millionen von Menschen in Bewegung gesetzt hat, dann erfährt sie die bitterste Opposition, wird mit Feuer und Schwert bekämpft ‑ ja weil diese Regierung zufällig nicht aus den Reihen jener Partei hervorgegangen ist. Das ist schon immer so gewesen. Bismarck, mein großer unerreichbarer Vorgänger, wurde vor und nach der Reichsgründung gerade von den Parteien am heftigsten bekämpft, deren staatspolitische Ziele er nach Maßgabe des Möglichen verwirklicht hatte.

Wir Deutschen treiben Politik immer nur in starren Doktrinen. Für die Doktrin sind wir bereit, uns totschlagen zu lassen, und jeder, der an der hundertprozentigen Durchführbarkeit der Doktrin zweifelt, muß bekämpft werden, muß persönlich bekämpft werden. Dann erst, wenn der Kampf eine persönliche Spitze gefunden hat, findet der Durchschnittsdeutsche, daß dies in Wahrheit "Politik“ sei. Wie kürzlich erst ein bekannter Schriftsteller feststellte, ist in der Tat Politik eine Sache geworden, "in der Lug und Trug, jede Form der Gemeinheit, der Unwahrhaftigkeit, der List, der Perfidie erlaubt, Felonie Gesetz geworden ist“. Diese Art, Politik zu führen, bedroht unsere nationale Existenz. Was als politisches Recht auf "freie Meinungsäußerung“ betrachtet wird, ist zum Recht auf gegenseitige Verunglimpfung, auf Verhöhnung, Verächtlichmachung der anderen geworden. Es gibt gesetzlichen Schutz für die persönliche Ehre, aber es gibt leider keinen gesetzlichen Schutz gegen kollektive Beleidigung, die eine Gruppe, eine Partei oder Bewegung als Landesverräter oder Gesinnungslumpen bezeichnet. Diese Verwilderung des politischen Kampfes mit persönlichen und kollektiven Verunglimpfungen muß und wird ein Ende gesetzt werden.

Moskowitische Methoden haben in Deutschland keinen Raum. Eine Nation, die im Kampf um ihre Existenz steht, muß zu dem Gesetz der politischen Vernunft zurückfinden, das seine Basis nur in der eigenen nationalen Wohlfahrt sehen kann, und wenn die Herren von der NSDAP heute die schon etwas verstaubten Requisiten des sozialistischen Klassenkampfes vergangener Jahre glauben hervorholen zu müssen, wenn Sie glauben, daß Sie mit einem Kampf gegen die "feinen Leute“, gegen die sogenannten "Barone“, gegen die "Herrenschicht“, wie Sie es nennen, neue Wahlerfolge erzielen werden, wenn Sie, kurz gesagt, zu den Methoden des von Ihnen perhorreszierten Klassenkampfes glauben zurückkehren zu sollen, so fürchte ich, daß sie eine bittere Enttäuschung erleben werden, denn in dieser Kampfmethode ist Ihnen der Marxismus aller Schattierungen weit überlegen. Aber Sie werden dabei ‑ und das ist das Wesentliche ‑ Ihr Ziel verfälschen und zerschlagen, Ihr Ziel, die Nation um der Nation willen auf einer nationalen Basis zu einen! Sie werden sich selbst in Gegensatz setzen zu der großen Leistung Ihrer Vergangenheit, in der Sie den nationalen Gedanken im deutschen Volk wieder zu Ehren gebracht haben. Der Staat muß sich der geistigen und religiösen Grundlagen bewußt sein, auf denen er ruht. Kulturelle Neutralität ist für ihn ein Unding. Alle Autorität des Staates und jedes Amtes hat ihren Ursprung in Gott, auch wenn der Träger des Amtes vom Volk bestimmt wird. Staatliche Führung kann nie Kultur hervorbringen, kann sie nur schützen und lebend halten. Aber in Zeiten, in denen das Volk sich in einer geistigen Wende befindet und dem inneren Streit zu erliegen droht, muß die Staatsgewalt auch auf dem Wege der inneren Erneuerung vorangehen. Sie wird den Kulturbolschewismus in jeglicher Form bekämpfen, der die geistige Grundlage unseres Volks- und Staatslebens zersetzt. Die Erziehung der Jugend muß wieder unter den Gesichtspunkt gestellt werden, ein Geschlecht heranzubilden, das fähig ist, den Staat zu tragen. Die Freiheit der Erziehungsberechtigten, die in der Verfassung gewährleistet wird, setzt voraus, daß die Erzieher sich der Pflicht bewußt bleiben, die ihnen durch die geschichtlichen Überlieferungen des deutschen Volkes auferlegt wird. Schulen und Lehrer, die diese Pflicht verletzen, haben keine Berechtigung. Nicht den Parteien, sondern der Familie und den Religionsgemeinschaften gibt die Verfassung das Recht zur Erziehung. Nicht private Weltanschauungen, sondern die ewigen Wahrheiten des christlichen Glaubens müssen die Grundlage sein zur Erziehung der Nation. Der Staat muß diese Erziehung wieder in Bahnen leiten, die nicht zur Überschätzung des Persönlichkeitswertes und zur geistigen Anarchie führen, sondern gläubige Christen, treue Mitglieder des Volkes und tüchtige Staatsbürger heranbilden, die den Dienst am Vaterlande als ihre höchste Aufgabe anerkennen. Auch die höhere Bildung darf den Menschen nicht zu volksfremder Geistigkeit erziehen, sondern zu einem Führer, der seinem Volk innerlich verbunden bleibt. Damit das deutsche Volk in Freiheit an der Erziehung seiner Kinder und an der Erfüllung seiner deutschen Mission arbeiten kann, darf es nicht von dem ständigen Wechsel parteipolitischer Koalitionen aus seiner Bahn abgelenkt werden. Auch hierfür bedarf es der Aufrichtung einer dauernden Staatsautorität.

Wenn Autorität mit wahrer Demokratie gepaart sein soll, dann kann der Zersetzung unseres staatlichen Lebens nur von der Stelle aus Einhalt geboten werden, die verfassungsmäßig berufen ist, eine Regierung zu bilden und ihr ein Ziel zu geben: das ist der Reichspräsident.

[...]

Meine Damen und Herren! Die Reichsregierung hat Ihnen heute durch meinen Mund das Programm ihrer Arbeit entwickelt. Es ist ein einheitlicher und folgerichtiger Plan zur Wiederherstellung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Staatslebens. Die Reichsregierung betrachtet sich hierbei als Vollstreckerin eines nationalen Willens, der zwar seinen Niederschlag noch nicht in manchen Parteien gefunden haben mag, der aber dem eigentlichen und wahren Volkswillen entspricht. Die Reichsregierung würde ihre Pflicht gegenüber der Nation zu verletzen glauben, wenn sie von ihrer Arbeit abstehen würde, um irgend einer parteipolitischen Kombination Platz zu machen, deren Dauer ebensowenig feststeht wie die Übereinstimmung ihrer Absichten und die Durchführbarkeit ihrer Pläne. Sie wird dem politischen und wirtschaftlichen Leben die nötige Sicherheit geben, ohne die es nicht arbeiten kann. Diese Sicherheit besteht in unserer unerschütterlichen Entschlossenheit, die Pläne, die wir im Auftrage des Herrn Reichspräsidenten zur Rettung Deutschlands gefaßt und verkündet haben, bis zum Erfolg durchzuführen. Wir sind der Überzeugung, daß im Verlaufe dieses Weges der gesunde Sinn des Deutschen Volkes uns die Unterstützung aller derer zuführen wird, denen Deutschlands Ehre und Wohl höher steht als Parteiinteressen.

Ich hatte die Absicht, von der Tribüne des dem Deutschen Volke gewidmeten Hauses in dieser entscheidungsvollen Stunde die erwählten Vertreter des Landes aufzufordern, dem Lande dadurch zu dienen, daß sie der Reichsregierung die Durchführung ihres Programms ermöglichen. Die Volksvertretung hat mich daran gehindert; sie hat es nicht gewollt. Darum rufe ich dem Lande in dieser Stunde zu: Mit Hindenburg und für Deutschland!

 

 

Theodor Leipart, 14. Oktober 1932 (Auszüge)[3]

 

[...] Verkennen wir nicht, wie die Erfolge der Reaktion sich in der Arbeiterschaft auswirken müssen. Es vollzieht sich ein neuer Bruch mit Staat und Wirtschaft, der um so gefährlicher ist, als die Enttäuschung über die vergangenen Jahre die Massen innerlich auf das schwerste erschüttert hat und vielfach keine neue Hoffnung mehr hochkommen läßt. Der Glaube an die Gerechtigkeit, an eine menschliche Ordnung überhaupt, ist ins Wanken gekommen. Das Vertrauen geht immer mehr verloren. Damit setzt eine Neigung zur niederreißenden Kritik ein, zur Ratlosigkeit und zum Radikalismus. [...] Man wirft uns Arbeitern oft vor, wir seien materialistisch. Man sieht oder erkennt nicht, daß wir die Wirtschaft in den Zusammenhang des ganzen Lebens einordnen wollen, daß die Wirtschaft die Aufgabe hat, dem Menschen zu geben, was er braucht. Gerade die Schichten, die uns Materialismus vorwerfen, haben die Wirtschaft zum Selbstzweck gemacht. Wir wollen sie in den Dienst unserer Kulturideen stellen. Man wirft uns weiter vor, daß wir nicht national seien. Nun, wir wissen sehr wohl, daß alle Kultur auf nationalen Grundlagen erwächst. Uns sind Heimat und Geschichte Werte, deren Bedeutung für unser Volk wir aufs höchste schätzen. Keine soziale Schicht kann sich der nationalen Entwicklung entziehen. Auch wir haben es nicht getan, als wir im Weltkrieg bis zu dem traurigen Zusammenbruch für unser Vaterland gekämpft haben, als wir 1918 die ganze Last des zusammengebrochenen Reiches auf uns genommen haben und seitdem eine Aufbauarbeit leisteten, die in der Geschichte einmal eine ganz andere Bewertung erfahren wird, als es in dieser Zeit der politischen Verwirrung geschieht. Wir haben für unser Volk Opfer gebracht. Wir taten es im Kriege. Dafür legen so manche mannhaften Worte von Karl Legien das beste Zeugnis ab. Wir taten es im Kampfe gegen den Separatismus im Westen und in der Zeit des passiven Widerstandes im Ruhrkampf. Wir haben alles unterstützt, was unser Volk frei und wirtschaftlich wieder gesund machen sollte. Wir wehren uns aber dagegen, daß der nationale Gedanke mit dem aristokratisch-kapitalistischen System gleichgestellt wird. Die überkommene Ordnung ist uns zu eng. Sie ist nicht imstande, unsere Forderungen nach einem menschenwürdigen Dasein der Arbeiterschaft zu verwirklichen. Sie schnürt uns das Leben ab, das wir in uns tragen. Unsere Arbeit ist Dienst am Volke. Sie kennt den soldatischen Geist der Einordnung und der Hingabe für das Ganze. Wir sind Antimilitaristen und bekennen es ganz unzweideutig. Wir wehren uns aber dagegen, als Pazifisten zu gelten, die kein Gefühl für unsere Ehre und für die Interessen unseres Volkes hätten'. Wir sind Kämpfer und keine schwächlichen Verständigungspolitiker. Wir sind keine Kompromißnaturen trotz unserer praktischen Einstellung. Wir sind keine Opportunisten trotz unserer Gegenwartsaufgaben. Wir führen unseren sozialen Kampf im Interesse der Nation. Wir führen ihn im Sinne der Zusammenarbeit der Völker. Aus diesem Grunde wehren wir uns auch gegen jede nationalistische Verengung. Die jüngsten Kämpfe beim Rundfunk, Film und Theater gegen künstlerische Kräfte aus dem Auslande lehnen wir entschieden ab. Die besten Geister, auf allen Kulturgebieten, sind nicht an die eine oder andere Nation gebunden. Es war der Stolz der Fürsten in früherer Zeit, Kräfte heranzuziehen, wo sie in der Welt auch stecken mochten, um sie für die deutsche Kultur fruchtbar zu machen. Ich erinnere an Goethes weltbürgerliche Haltung und an die Freundschaft Friedrichs des Großen mit Voltaire. Die führenden Kräfte unserer Gewerkschaftsbewegung waren national eingestellt, sie sahen darüber hinaus, aber auch den weiten weltumspannenden Gedanken der Menschheit. Im Gebiete des Geistigen und Schöpferischen gibt es keine Ausländer, erkennen wir auch keine Rassenbeschränkungen an. Jeder, der unser Leben auf den Gebieten von Kunst und Wissenschaft bereichert, soll auf deutschem Boden eine Heimat haben. Wir sehen die deutsche Sendung darin, daß wir dieses Verständnis für die schöpferischen Kräfte in anderen Ländern immer wieder aufbringen. Uns sind unsere kulturellen Institutionen zu schade, irgendwelchen beschränkten Kräften sichere Positionen zu bieten. Wir wollen vor allem nicht, daß unsere kulturellen Einrichtungen nur für kleine privilegierte Gruppen da sind. Als Gewerkschaften gehen wir auch über die Parteibildung hinaus. Wir führen unseren sozialen Kampf der Verfassung gemäß mit politischen Parteien. Wir führen ihn vor allem mit der Sozialdemokratischen Partei, die sich bisher am meisten bemüht hat, unsere Ideen auf dem Wege der Gesetzgebung zu verwirklichen. Unsere Bestrebungen gehen jedoch über jede enge Parteigebundenheit hinaus. Wir sind zu sehr auf das Ganze gerichtet, um Parteifesseln zu tragen. [...]

 

 

Adolf Hitler, 17. Oktober 1932[4]

 

Wonach ich strebe, ist die Macht und nicht ein Titel. Ich brauche keine staatlichen Bezüge. Ich verzichte von vornherein für alle Zukunft auf jedes staatliche Gehalt. Ich will nur die Macht. Wenn wir einmal die Macht bekommen, dann werden wir sie, so wahr uns Gott helfe, behalten. Wegnehmen lassen wir sie uns dann nicht mehr. Eine starke Regierung muß wurzeln in den Millionen von Volksgenossen. Ich werde mich mit jedem verbinden, wenn ich nur weiß, daß ich die Führung habe. In diesem Deutschland kann uns dann niemand den Weg versperren. Die Kräfte, die dann unserem Volke innewohnen, werden stark genug sein, um uns überall durchzusetzen.

 

 

Unterredung Paul von Hindenburg mit Franz von Papen und Otto Braun, 29. Oktober 1932 (Auszüge)[5]

 

Ministerpräsident Braun: Ich will die persönliche Bitterkeit herunterschlucken, die ich über die Art und Weise meiner Entfernung aus dem Amt eines Ministerpräsidenten nach fast 14jähriger Ministerschaft empfinden muß, und heute die Dinge rein sachlich behandeln. Wir stellen uns auf den Boden des Urteils und erkennen dasselbe als maßgebend an. Das preußische Kabinett ist auch der Überzeugung, daß Sie, Herr Reichspräsident, als Hüter der Verfassung für eine loyale Auslegung und Ausführung dieses Urteils Sorge tragen werden. Aus dem Urteil ergeben sich für die Praxis eine Reihe von Schwierigkeiten. Aber in einem Punkte ist das Urteil klar, nämlich darin, daß die Amtsentsetzungen der preußischen Minister verfassungswidrig waren und nicht erfolgen durften; ebenso hat der Staatsgerichtshof den Vorwurf zurückgewiesen, daß die preußische Regierung ihre Pflicht dem Reich gegenüber verletzt habe. ‑ Es kommt nun darauf an, in welcher Weise die Dinge abgegrenzt werden sollen. Ich bin der Auffassung, daß den preußischen Ministern die Attribute ihrer Amtsstellungen wieder eingeräumt werden, so daß diese in der Lage sind, ordnungsmäßig ihre Amtsgeschäfte in dem durch das Urteil gegebenen Umfange auszuüben. ‑ Der Staatsgerichtshof hat zwar anerkannt, daß der Reichskommissar nach Artikel 48,[Abs.]2 Amtsbefugnisse der Minister übernehmen kann, aber Voraussetzung dafür ist immer die Notwendigkeit, eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung abzuwehren. Es frage sich, ob diese Gefährdung der öffentlichen Ordnung, nachdem der Reichskommissar seit mehreren Monaten amtiert und die Ruhe wohl wieder hergestellt hat, diese Voraussetzungen noch gegeben sind. Nach meiner Auffassung dürfen Maßnahmen, die die preußische Regierung beschränken, nur solange aufrecht erhalten werden, als dies im Interesse der öffentlichen Sicherheit notwendig ist. Ich muß bestreiten, daß es heute notwendig ist, die ganze Verwaltung bis zur Berliner Porzellanmanufaktur dem Reichskommissar zu unterstellen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten; ich würde es verstehen, wenn bis auf weiteres die Polizeikräfte usw. ihm unterstellt werden, aber darüber hinaus ist m. E. der Artikel 48 zur Zeit nicht anwendbar. ‑ Der Artikel 48 darf nicht dazu verwandt werden, die Verfassungs- und Verwaltungsreform durchzuführen. Auch ich halte den gegenwärtigen Zustand nicht für ideal; man ist bei der Weimarer Verfassung auf halbem Wege stehengeblieben. Ich für meine Person war immer bemüht, diese Diskrepanz praktisch nicht in Erscheinung treten zu lassen und habe mich immer für eine gewisse Zusammenfassung der Regierung im Reich und in Preußen ausgesprochen. Ich habe sogar dem früheren Reichskanzler Brüning angeboten, daß ich zurücktreten wolle und Brüning als Preußischer Ministerpräsident gewählt werden solle, um diese Zusammenfassung zu schaffen; ebenso habe ich mit ihm wegen Zusammenlegung gewisser Ministerien verhandelt. Es ist aber nach meiner Auffassung unmöglich, in der gegenwärtigen Atmosphäre und mit der Begründung, daß dies zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung führe, aufgrund von Artikel 48 die Dinge zu regeln. Eine solche Aktion muß im Einvernehmen mit der preußischen Regierung vorgenommen werden. Dann werden auch die Widerstände im Süden, die jetzt vorhanden sind, überwunden.

Mein Verlangen ist also, daß die Anordnungen des Reiches auf solche Maßnahmen beschränkt werden, die notwendig sind zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit. Mein Vorschlag geht dahin, daß das Staatsministerium nach Maßgabe des Urteils des Staatsgerichtshofs in seine Rechte eingesetzt wird und alsbald zwischen der Reichs- und der Staatsregierung Verhandlungen über die Zusammenfassung der Verwaltung im Reich und Preußen geführt werden. Die Kampfmethoden, die uns noch einmal vor den Staatsgerichtshof führen können, müssen aufhören, insbesondere muß mit den Personalveränderungen Schluß gemacht werden.

 

 

Otto Braun an Arnold Brecht, 29. August 1932[6]:

 

Mein lieber Herr Brecht!

Heute früh erhielt ich Badt's und Ihren Brief vom 27. d. Mts. Ich komme nicht nach Berlin zum Landtag und Reichstag, in dem ja zweifellos die antiparlamentarischen Mehrheiten ein Nazi-Kommi-Theater aufführen werden, bei dem ich nicht Zuschauer, geschweige Mitwirkender sein möchte. Ich halte auch nichts davon, daß ein Minister vor diesem Landtag unsere Sache vertritt, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß das bei der Zusammensetzung des Landtages in würdiger, nach außen wirksamer Weise geschehen kann. Ob vielleicht im Laufe der Debatte Hirtsiefer oder Severing zu einer oder anderen Tatfragen das Wort ergreift, wäre zu erwägen, muß aber von den Kollegen je nach den Umständen entschieden werden. Jedenfalls scheint es mir nicht würdig, vor diesem Parlament, wo eine große Maschine gegen uns steht, als machtlose Klageweiber gegen die Reichsregierung aufzutreten.

Ich komme hier nur langsam über die Bitterkeit hinweg, die mich ob der Art der Amtsenthebung und ihrer Begründung erfüllt. Über zehn Jahre lang habe ich, grade um die Beeinträchtigung des Reiches durch den Dualismus Reich-Preußen zu mildern, die Reichspolitik ohne Rücksicht auf die Zusammensetzung der Reichsregierung gestützt; oft auch unter Schädigung der Werbekraft meiner Partei, die im Reichstag Reichsmaßnahmen heftig bekämpfte, die ich im Reichsrat im Interesse der gedeihlichen Zusammenarbeit Reich-Preußen unterstützte. Oft haben wir der Reichsregierung auf ihr Ersuchen im Reichsrat Hilfsstellung gegen Bayern und andere Länder geleistet, wo es für Preußen im engeren Landesinteresse günstiger gewesen wäre, sich in die Oppositionsfront der Länder gegen die Reichsregierung einzugliedern. Im höheren Reichsinteresse haben wir das getan. Und nun wegen Nichterfüllung der Pflichten gegen das Reich wie ein Dienstbote, der gestohlen hat, und den man das Haus nicht mehr betreten läßt, aus dem Amte gejagt zu werden, das ist reichlich bitter. Und um so mehr, als es auf Anordnung eines Mannes [Hindenburg] geschieht, für dessen Lauterkeit und Verfassungstreue ich mich mit meiner ganzen Person öffentlich eingesetzt habe, und der dem nicht zuletzt seine Wiederwahl zum Reichspräsidenten verdankt. Ans meiner über 40jährigen politischen Praxis weiß ich, daß es in der Politik keine Dankbarkeit gibt. Aber ein gewisses Maß von Achtung und Anstand ist doch die unerläßliche Voraussetzung für eine politische Zusammenarbeit. Damit liegt es jetzt in Deutschland offenbar auch im Argen, wo man in höchsten Reichsstellen mit Männern verkehrt, die Bestien, die andere Menschen feige und unmenschlich hinmorden, öffentlich als Kameraden bezeichnen und ihre scheußlichen Taten verherrlichen, was naturgemäß zu neuen Mordtaten anreizen muß.

Doch wozu schreibe ich Ihnen das alles? Nur, weil es mir so in die Feder fließt und weil es vielleicht auch zur Erklärung meiner Stellungnahme zu den Vergleichsverhandlungen beiträgt.

Das Ziel, das Höpker-Aschoff vorschwebt, ist seit Jahren auch mein Ziel, nur, daß ich glaube, es etwas geschickter unter richtigerer Würdigung der in den politischen Machtverhältnissen liegenden Widerstände verfolgt [zu] habe [n].

Zuletzt habe ich nach dem Volksentscheid über die Landtagsauflösung in einem Zeitungsartikel die Frage Preußen-Reich vorsichtig angeschnitten um sie zur Diskussion zu stellen, zu sehen wie die Öffentlichkeit reagierte. Leider veröffentlichte kurz danach Höpker-Aschoff seine mehr detaillierten Vorschläge für die Zusammenfassung Reich-Preußen, die von der Presse sehr zu Unrecht als eine von mir gewollte Konkretisierung meiner Anregung aufgefaßt und so behandelt wurde. Während ich meinen Ballon hatte steigen lassen, warf H.-A. sogleich einen Knochen hin, in den sich nunmehr alle partikularischen Beißhunde wütend verbissen. Damit war der Zweck der Übung,  eine Besprechung des Grundgedankens ohne Erörterung konkreter Einzelvorschläge herbeizuführen und damit für den Zusammenlegungsgedanken in der Öffentlichkeit Stimmung zu machen, vorerst, wenn auch ungewollt, vereitelt.

Ich habe dann den Gedanken weiter verfolgt. Anfang dieses Jahres, wenn ich nicht irre, habe ich in einer Unterredung mit Brüning diesem ganz vertraulich erklärt, daß, gleichviel wie die Landtagswahlen ausfielen, ich aus gesundheitlichen und sonstigen Gründen unter keinen Umständen im Amte bleiben würde. Deshalb würde ich am liebsten schon jetzt zurücktreten und der Weimarer Landtagskoalition vorschlagen ihn, Brüning, zum preußischen Ministerpräsidenten zu wählen. Dadurch würde seine, von Intriganten aller Art berannte Stellung als Kanzler fester untermauert und da die Wahlen für die Weimarer Koalition wohl kaum eine Mehrheit ergeben würden und sonach für einige Zeit mit einem geschäftsführenden Kabinett gerechnet werden müßte, könnte er als Kanzler und Ministerpräsident auch Ersprießlicheres leisten als ich, der ich ohnehin völlig abgekämpft wäre. Vor allem aber würde durch dieses Vorgehen der Gedanke, der mir besonders am Herzen läge, Union Preußen-Reich ungemein gefördert werden. Brüning hat mir nach Überlegung in einer späteren Unterredung mitgeteilt, daß er es mit Rücksicht auf den Reichspräsidenten, der das wohl kaum billigen würde, ablehnen müsse.

Sie wollen aus Vorstehendem, das ich hier zum ersten Mal niedergeschrieben habe, ersehen, wie ich zu dem Gedanken Reich und Preußen unter einheitlicher Leitung stehe; es wird Ihnen auch erklären, warum ich in dem Rechtsstreit gegen das Reich mich nicht mit der Verve einsetze, die Ihnen und Badt, die Sie in dankenswerter und aufopfernder Weise unsere Rechte vertreten, vielleicht erwünscht erscheint. Ich habe innere Hemmungen, die daraus resultieren, daß der Zustand, wie er jetzt geschaffen ist, meiner Grundidee entspricht, freilich nicht in der Art des Zustandekommens und noch weniger in dem geschaffenen Zerrbild meine Billigung findet. Ich würde mich daher Vergleichsverhandlungen mit dem Ziel einer vernünftigen Zusammenfassung der Regierungsgewalt Reich-Preußen nicht entgegenstellen, um so mehr als der Ausgang des Rechtsstreits, nachdem das Reich in der Hauptrechtsfrage einen teilweisen Rückzieher gemacht hat, doch wenig befriedigend ausfallen würde. Freilich Voraussetzung für das Zustandekommen eines Vergleichs, der die Zusammenfassung der Regierungsgewalt in Preußen und dem Reiche in vernünftiger Form bringen müßte, wäre, daß von der preußischen Regierung das Odium genommen wird, sie hätte ihre Pflicht dem Reiche gegenüber verletzt, und in Preußen nicht Ruhe und Ordnung gesichert. Mit dieser wahrheitswidrigen, mich und meine Kollegen im Kabinett und unsere treuen Mitarbeiter schwer verletzenden Begründung darf dieser geschichtliche Akt nicht behaftet bleiben. Auf die Einzelheiten eines evt. Vergleichs kann ich hier nicht eingehen; lieb wäre es mir, wenn Sie einmal herkämen, damit wir uns eingehend aussprechen könnten. Doch das stelle ich anheim. Grüßen Sie bitte die Herren im Kabinett und auch Badt und seien Sie bestens gegrüßt von Ihrem

Braun

 

 

Eingabe führender Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Industrie sowie großagrarischer Kreise an Reichspräsident von Hindenburg, 19. November 1932[7]

 

Ew. Exzellenz, Hochzuverehrender Herr Reichspräsident!

Gleich Eurer Exzellenz durchdrungen von heißer Liebe zum deutschen Volk und Vaterland, haben die Unterzeichneten die grundsätzliche Wandlung, die Eure Exzellenz in der Führung der Staatsgeschäfte angebahnt haben, mit Hoffnung begrüßt. Mit Eurer Exzellenz bejahen wir die Notwendigkeit einer vom parlamentarischen Parteiwesen unabhängigeren Regierung, wie sie in dem von Eurer Exzellenz formulierten Gedanken eines Präsidialkabinetts zum Ausdruck kommt.

Der Ausgang der Reichstagswahl vom 6. November d. J. hat gezeigt, daß das derzeitige Kabinett, dessen aufrechten Willen niemand im deutschen Volke bezweifelt, für den von ihm eingeschlagenen Weg keine ausreichende Stütze im deutschen Volk gefunden hat, daß aber das von Eurer Exzellenz gezeigte Ziel eine volle Mehrheit im deutschen Volke besitzt, wenn man ‑ wie es geschehen muß ‑ von der staatsverneinenden kommunistischen Partei absieht. Gegen das bisherige parlamentarische Parteiregime sind nicht nur die Deutschnationale Volkspartei und die ihr nahestehenden kleineren Gruppen, sondern auch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei grundsätzlich eingestellt und haben damit das Ziel Eurer Exzellenz bejaht. Wir halten dieses Ergebnis für außerordentlich erfreulich und können uns nicht vorstellen, daß die Verwirklichung des Zieles nunmehr an der Beibehaltung einer unwirksamen Methode scheitern sollte.

Es ist klar, daß eine des öfteren wiederholte Reichstagsauflösung mit sich häufenden, den Parteikampf immer weiter zuspitzenden Neuwahlen nicht nur einer politischen, sondern auch jeder wirtschaftlichen Beruhigung und Festigung entgegenwirken muß. Es ist aber auch klar, daß jede Verfassungsänderung, die nicht von breitester Volksströmung getragen ist, noch schlimmere wirtschaftliche, politische und seelische Wirkungen auslösen wird.

Wir erachten es deshalb für unsere Gewissenspflicht, Eure Exzellenz ehrerbietigst zu bitten, daß zur Erreichung des von uns allen unterstützten Zieles Eurer Exzellenz die Umgestaltung des Reichskabinetts in einer Weise erfolgen möge, die die größtmögliche Volkskraft hinter das Kabinett bringt.

Wir bekennen uns frei von jeder engen parteipolitischen Einstellung. Wir erkennen in der nationalen Bewegung, die durch unser Volk geht, den verheißungsvollen Beginn einer Zeit, die durch Überwindung des Klassengegensatzes die unerläßliche Grundlage für einen Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaft erst schafft. Wir wissen, daß dieser Aufstieg noch viele Opfer erfordert. Wir glauben, daß diese Opfer nur dann willig gebracht werden können, wenn die größte Gruppe dieser nationalen Bewegung führend an der Regierung beteiligt wird.

Die Übertragung der verantwortlichen Leitung eines mit den besten sachlichen und persönlichen Kräften ausgestatteten Präsidialkabinetts an den Führer der größten nationalen Gruppe wird die Schlacken und Fehler, die jeder Massenbewegung notgedrungen anhaften, ausmerzen und Millionen Menschen, die heute abseits stehen, zu bejahender Kraft mitreißen.

In vollem Vertrauen zu Eurer Exzellenz Weisheit und Eurer Exzellenz Gefühl der Volksverbundenheit begrüßen wir Euer Exzellenz mit größter Ehrerbietung.

 

 

Bericht Scholz und Friedrich Flick an Franz Bracht, 26. November 1932 (Auszüge)[8]

 

Vertraulich!

Die Tagung des Langnamvereins in Düsseldorf, die wohl ursprünglich im Rahmen des Papen-Programms und zur Stützung [der Regierung Papen] vorgesehen war, ergab anläßlich der zwanglosen Unterhaltung die überraschende Tatsache, daß fast die gesamte Industrie die Berufung Hitlers, gleichgültig unter welchen Umständen, wünscht. Während man noch vor wenigen Wochen Papen zugejubelt hat, ist man heute der Auffassung, daß es der größte Fehler sei, wenn Hitler, auch unter Vorbringung ernsthafter Gründe, nicht mit der Regierungsbildung beauftragt würde ...

Dabei scheint es sich weniger um einen Stimmungswandel zugunsten Hitlers als vielmehr um die Auffassung zu handeln, daß um eine Regierung Hitler nicht mehr herumzukommen ist. Unter diesen Umständen müsse man aber den Regierungsantritt Hitlers beschleunigen, auch wenn er sich nicht bewähre und seine Regierung, wie Skeptiker in der Industrie annehmen, nur wenige Wochen dauert. [...]

 

 

Protokoll Sitzung Führer ADGB über Unterredung mit Kurt von Schleicher, 28. November 1932[9]

 

In einer Bürobesprechung am Montag, den 28. Nov. 1932, berichten die Kollegen Leipart und Eggert über ihren soeben erfolgten Besuch bei General v. Schleicher.

Leipart führt aus: Heute vormittag rief das Reichswehrministerium bei mir an und bat mich zu einer Rücksprache zu General v. Schleicher. Auf Wunsch des Genossen Wels, den ich sofort verständigte, begaben Kollege Eggert und ich uns zunächst zum Parteivorstand. Wir einigten uns über eine Antwort auf die erwartete Frage Schleichers, ob ich meinen Einfluß auf die sozialdemokratische Fraktion dahin geltend machen wolle, daß sie ein Kabinett Schleicher toleriert.

Die Besprechung bei Schleicher fand dann um 12 Uhr statt. Die vorerwähnte Frage wurde nicht gestellt. Schleicher führte aus, daß er vorläufig noch fest entschlossen sei, die Berufung zum Reichskanzler nicht anzunehmen. Für den Fall, daß er aber doch vom Reichspräsidenten gedrängt werde, müsse er schließlich das Opfer bringen. Für diesen Fall wolle er uns zwei Fragen vorlegen.

1. Ob wir in der Lage seien und ihm helfen könnten, einen geeigneten Arbeitsminister zu finden. Am liebsten würde er einen von uns beiden nehmen, aber er sehe selber ein, daß das nicht möglich sei. Er könne durchaus verstehen, daß die SPD in Opposition bleiben müsse. Für ihn handele es sich darum, in der Person des künftigen Arbeitsministers, der der wichtigste Minister im Kabinett sein werde, die Gewähr für eine Entspannung der Lage zu schaffen.

2. Welche dringenden sozialpolitischen Maßnahmen wir für die nächste Zeit von der neuen Regierung fordern oder erwarten würden.

Ich antwortete: Die erste Frage sei schwer zu beantworten, zumal wir ja nicht wissen, in welcher Gesellschaft sich dieser neue Arbeitsminister befinden werde. Hier wich Schleicher etwas aus. Ich fragte dann, ob er sich schon mit Personen befaßt habe, die er uns nennen könne. Auch hier wich er zunächst aus, so daß ich ihm dann direkt die Frage vorlegte: Kommt Stegerwald in Frage? Er sagte darauf, Stegerwald sei ihm von den Christen in erster Linie empfohlen worden. Wie wir uns dazu stellen würden, ob er die nötige Entspannung bringen könnte. Ich antwortete: Stegerwald habe früher bei uns einen ganz guten Namen gehabt. Durch die sozialpolitischen Abbaumaßnahmen der Regierung Brüning, die er zum guten Teil vorbereitet habe, hat er aber stark in seinem Ansehen gelitten.

Die zweite Frage sei leichter zu beantworten. Wir wünschten in erster Linie Arbeitsbeschaffung. Die Maßnahmen müßten so gehalten sein, daß die Arbeiterschaft sehe, es sei der Regierung wirklich ernst. Ich benutzte die Gelegenheit, um unsere Erhebungen über die Neueinstellungen vorzulegen. (Bisher 42 000, in den letzten Wochen liefen überhaupt keine Berichte mehr ein). Diese Feststellungen waren ihm sehr interessant. Ich sagte ihm, daß nach den vorgelegten Erhebungen von den bereitgestellten 700 Millionen noch mindestens 680 Millionen vorhanden sein müßten. Dieser Betrag müsse für wirkliche Arbeitsbeschaffung verwendet werden. Diese Forderung wollten wir ohnedies schon schriftlich unterbreiten. Er antwortete, es sei gar keine Rede davon, daß wirklich schon 20 Millionen verbraucht seien. Es sei auch nach seiner Meinung selbstverständlich, daß die Lohnbestimmungen der Notverordnung beseitigt werden müßten. Im Kabinett sei bereits darüber gesprochen worden. Ich erwiderte, daß wir von diesen Beratungen des Kabinetts gehört hätten. Uns wurde aber gesagt, daß gerade Schleicher, obgleich er sich anfänglich gegen die Notverordnung gewehrt habe, aus Prestigegründen gegen die Aufhebung der Notverordnung gestimmt habe. Er lehnte das entschieden ab. Er habe im Gegenteil den Antrag auf Aufhebung gestellt. Es müßten öffentliche Aufträge in weitem Umfange erfolgen. Auf die Frage, ob er denn mit Luther übereinkommen würde, ließ er durchblicken, daß er durchaus bereit sei, stärkeren Druck auf ihn auszuüben, als es bisher geschehen sei. Arbeitsbeschaffung sei das A und O jeder Regierungspolitik.

Auf meine Frage, wie er zu Siedlungen in großem Umfange stehe, antwortete er durchaus positiv. Den Großagrariern gegenüber werde er sich durchsetzen. Ihre Meinung sei ihm gleichgültig. Öffentlich würden sie.es nicht wagen, gegen ihn aufzutreten. Daß sie im stillen Minen gegen ihn legen, sei durchaus möglich. Das geschehe auch jetzt schon. Aber er fühle sich stark genug, mit ihnen fertig zu werden.

Es sei übrigens ein großer Irrtum, daß Hindenburg den Einflüssen aus Ostelbien unterliege. Hindenburg erhalte fortgesetzt Briefe, in denen er vor Schleicher gewarnt werde. Diese Briefe zeige er ihm alle. Kürzlich habe Hindenburg ihn mal gefragt: "Wir kennen uns doch nun schon so lange und sind miteinander befreundet. Ist es wirklich wahr, daß Sie mich umbringen wollen?" Ich fragte dann unvermittelt: "Stimmen die Pressenotizen, nach denen nur noch Papen oder Schleicher in Frage kommen?" Er bestätigte das sehr ernst und bestimmt. Papen sei immer noch der Vertrauensmann von Hindenburg. Da Hindenburg aber von verschiedenen Seiten eindringlich vorgestellt worden sei, daß es nicht mehr gehe mit Papen, denke er an Schleicher. Ich habe darauf geantwortet: "Wenn es wirklich so steht, dann halte ich es für meine Pflicht, Sie zu bitten, daß Sie dann annehmen."

Kollege Eggert machte dann noch verschiedene Bemerkungen, denen Schleicher uneingeschränkt zustimmte.

Er machte dann noch verschiedene kritische Bemerkungen über seine Regierungskollegen. Vor seiner Urlaubsreise habe er einen Kabinettsbeschluß herbeigeführt, daß über Verfassungsfragen nicht geredet wird. Man habe jetzt mehr zu tun, als die Öffentlichkeit zu reizen. Trotzdem sei nach seiner Abreise über die Verfassungsreform gesprochen worden. Das sei Unsinn. Über Verfassungsfragen könne man erst reden, wenn die Leute satt zu essen haben. Die kritischen Bemerkungen Schleichers und sein ganzes Auftreten machten den Eindruck, daß er nicht Theater spielte. ich habe den Eindruck, daß Schleicher ein offener Charakter ist. Die Kontingentierungspolitik seines Kollegen Braun bezeichnete er als Unfug. Die Maßnahmen seien aus wahlagitatorischen Gründen erfolgt. Schleicher äußerte sich ehrlich empört über die Dummheiten des Kabinetts Papen. Papen sei ein grundehrlicher Kerl, aber seine Fähigkeiten seien begrenzt. Gayl sei stockreaktionär, aber mit einem weichen Herzen; ein Widerspruch in sich. Er verleugne seine eigenen Anschauungen und Maßnahmen mit seinem weichen Herzen.

Auf meine Bemerkung, eine Regierungserklärung des Kabinetts Schleicher dürfe aber nicht wieder vom Wohlfahrtsstaat sprechen, erwiderte er: "Für ganz so dämlich dürfen Sie mich nicht halten."

Er gestand zu: Arbeitsbeschaffung im weitesten Umfange, öffentliche Aufträge, kein Angriff mehr auf die Arbeiterrechte und Löhne. Er ersuchte um schriftlichen Bescheid über unsere Wünsche an das neue Kabinett und um Äußerung über den neuen Arbeitsminister. Ihm sei auch noch der Schlichter Brahn genannt worden. Wie wir über ihn dächten. Wir haben ausweichend geantwortet. Da es aber nicht gut tragbar ist, daß wir uns schriftlich an der Ministersuche beteiligen, habe ich beim Weggehen gesagt: Wenn wir uns nicht mehr äußern, können Sie annehmen, daß wir uns mit Brahn abfinden. In bezug auf Stegerwald sagte er: Gern würde er ihn nicht ins Kabinett nehmen. Einmal habe er sich unter Brüning ziemlich verbraucht und außerdem dauere jede Kabinettssitzung mit ihm 2 Stunden länger. Das koste ihm zuviel Zeit.

Eggert ergänzt den Bericht wie folgt: Schleicher sagte u. a.: Wenn er der Not gehorchend das Amt annehmen würde, dann sei er der Meinung, daß die Regierung den Reichstag als kontrollierendes Organ brauche. Er denke aber an einen Waffenstillstand bis in das nächste Jahr hinein. Dazu brauche er die Nazis. Er fügte hinzu: "Sie werden zugeben müssen, daß ich die Nazis kirre gekriegt habe. Ich habe ihnen damals Ruhe und Arbeit versprochen. Das erste Versprechen habe ich eingelöst. Ich habe den Antrag auf Todesstrafe gegen Nazis im Kabinett gestellt. Daß Sie damit nicht einverstanden sind, verstehe ich, aber ich habe mein Ziel erreicht. Das zweite Versprechen bleibt noch einzulösen." Daß wir oder die SPD die Kritik aufgeben, erwarte er nicht. Aber man müsse doch sehen, wie man über die jetzige Zeit hinwegkomme. Sobald die schlimmste Zeit überwunden sei, würde er wieder zurücktreten, denn die Verbindung zwischen Wehrministerium und Kanzleramt sei nicht lange tragbar.

Leipart: Auf die Frage, ob Schleicher sich auch der unteren Offiziere der Reichswehrsicher sei, antwortete er, er sei sich der Reichswehr hundertprozentig sicher. Auf die Frage, ob er dieses Vertrauen nicht aufs Spiel setze, wenn er das Kanzleramt übernehme, antwortete er: Ja, das befürchte er, und deshalb wolle er sich mit dem Kanzleramt nicht länger als unbedingt nötig belasten. Er würde überhaupt nur annehmen, wenn der Reichspräsident seine Richtlinien über Verfassungsreform, Arbeitsbeschaffung usw. gutheißt. Er denke daran, Landrat Gereke zum Arbeitsbeschaffungskommissar zu machen. (Gereke befand sich bereits im Vorzimmer.)

Ich fragte Schleicher dann noch, wie die Verhältnisse im Nazilager stünden. Ob tatsächlich, wie die Presse berichte, Uneinigkeit herrsche.

Schleicher antwortete: Vorläufig sei Hitler noch der Führer. Einer seiner engsten Mitarbeiter habe ihm erklärt: "Es ist ja alles Unsinn, was da gemacht wird. Aber wenn ich mich dagegen auflehne, dann würde ich mit allen Mitteln kaputt gemacht, dann ist meine Existenz zum Teufel." Damit halte man vorläufig noch alles zusammen. Es gäbe zwei große Richtungen im Nazilager, Goebbels und Strasser. Goebbels habe weitgehende Verbindung mit den Kommunisten. Strasser dränge Hitler, vernünftig mitzuarbeiten.

In bezug auf das Preußenkabinett sagte Schleicher: Es sei ein Fehler von Brüning gewesen, daß er damals den Vorschlag Braun ablehnte. Jetzt sei es natürlich unmöglich, die Sache rückgängig zu machen. Es sei aber geradezu unerhört, in welcher Weise Papen sich in Leipzig habe vertreten lassen. Staatsmännern wie Braun und Severing so zu begegnen, sei unfair. Er glaube, daß das Gespräch zwischen Gayl und Severing tatsächlich so wie angegeben stattgefunden habe. Es aber in dieser Weise auszuschlachten, sei unerhört. Solches Vorgehen mache jede Unterhaltung auf Treu und Glauben unmöglich.

 

 

Deutsche Allgemeine Zeitung, 3 .Dezember 1923[10]

 

Der Sinn des Kabinetts Schleicher ist, der deutschen Politik eine Atempause von zwölf Wochen zu verschaffen, in der ohne Rücksicht auf die von Neugierigen überfüllte Halle des Hotels Kaiserhof zwischen den Inhabern der Gewalt und Hitler verhandelt werden kann. Die neue Regierung wird dieses Hauptziel in den Vordergrund stellen und, indem sie die großen Errungenschaften der Ära Papen, Wirtschaftsbelebung und preußische Gegenrevolution, festhält, auf allen Nebengebieten dem Ruhebedürfnis des Volkes, der Wirtschaft und der Parteien Zugeständnisse machen müssen. Unwesentliche, versteht sich, aber wir sind ja alle bescheiden geworden.

 

 

Adolf Hitler an Walter von Reichenau, 4. Dezember 1932 (Auszüge)[11]

 

Ich sehe daher zum Unterschied unserer heutigen Staatsmänner die deutschen Aufgaben der Zukunft in folgenden:

1.) Überwindung des Marxismus und seiner Folgeerscheinungen bis zu ihrer vollständigen Ausrottung. Herstellung einer neuen geistigen und willensmäßigen Einheit des Volkes. 2.) Allgemeine seelische, sittliche und moralische Aufrüstung der Nation auf dem Boden dieser neuen weltanschaulichen Einheit. 3.) Technische Aufrüstung. 4.) Organisatorische Erfassung der Volkskraft für den Zweck der Landesverteidigung. 5.) Erreichung der rechtlichen Anerkennung des bereits herbeigeführten, neuen Zustandes* durch die übrige Welt.

* Das heißt, die militärische Gleichberechtigung

 

 

Kurt von Schleicher, 15. Dezember 1932 (Auszüge)[12]:

 

Ich habe es schon verschiedentlich zum Ausdruck gebracht und wiederhole es heute: Es sitzt sich schlecht auf der Spitze der Bajonette, d. h. man kann auf die Dauer nicht ohne eine breite Volksstimmung hinter sieh regieren. Diese Stimmung in den breiten Schichten der Bevölkerung wird sich aber gerade eine Regierung wie die von mir geführte erst durch ihre Taten erwerben müssen, und ich gebe mich über die Schwere dieser Aufgabe keiner Illusion hin. Zunächst werde ich schon zufrieden sein, wenn die Volksvertretung, der ich für diese Zeit gern eine starke Dosis gesunden Mißtrauens zubillige, der Regierung ohne Hineinreden und ohne die hinlänglich bekannten parlamentarischen Methoden Gelegenheit gibt, ihr Programm durchzuführen.

Dieses Programm besteht aus einem einzigen Punkt: "Arbeit schaffen!" Alle Maßnahmen, die die Reichsregierung in den nächsten Monaten durchführen wird, werden mehr oder weniger diesem einen Ziel dienen. Ich habe mich in den letzten Wochen auf Fahrten durch die deutschen Lande davon überzeugen können, daß den Deutschen aller Stände ausschließlich der eine Gedanke beherrscht: "Gebt uns Arbeit und damit die Hoffnung zum wirtschaftlichen Wiederaufstieg! Alles andere interessiert uns nicht, am wenigsten Verfassungsänderungen und sonstige schöne Dinge, von denen wir nicht satt werden." [...]

Ich bin ketzerisch genug. einzugestehen, daß ich weder ein Anhänger des Kapitalismus noch des Sozialismus bin, daß für mich Begriffe wie "Privat- oder Planwirtschaft" ihre Schrecken verloren haben, ganz einfach, weil es diese Begriffe in absoluter Reinheit im Wirtschaftsleben gar nicht mehr gibt, auch gar nicht mehr geben kann. Und deshalb vertrete ich den Standpunkt, man soll in der Wirtschaft das tun, was im gegebenen Moment vernünftig ist und aller Wahrscheinlichkeit nach zu den besten Resultaten für Volk und Land führt, und sich nicht eines Dogmas wegen die Köpfe einschlagen. [...]

Ich werde nicht aufhören, an dem Zusammenschluß aller gutwilligen Kräfte zu arbeiten, die gerade einem Präsidial-Kabinett für seine Arbeit den Rückhalt und Widerhall im Volke geben müssen. [...] Denen aber, die da meinen, eine autoritäre Staatsführung könne des Rückhalts im Volke entbehren, die darüber hinaus sogar jede Zusammenarbeit mit einem Parlament ablehnen, möchte ich entgegenhalten, daß Wille und Mut allein zum Regieren nicht genügen, daß auch Verständnis für das Empfinden des Volkes des Volkes und das Erkennen des psychologischen Momentes dazu gehören.

 

 

Tagebuch Joseph Goebbels (Auszüge)[13]:

 

15. Dezember 1932

Es kostet mehr Mühe, die SA und die Parteiamtswalterschaft in klarem Kurs zu halten. Es wird höchste Zeit, daß wir an die Macht kommen. Vorläufig allerdings bietet sich nicht die geringste Aussicht. [...]

23. Dezember 1932

[...] Das Jahr 1932 war eine ewige Pechsträhne. Man muß es in Scherben schlagen. Draußen geht der Weihnachtsfrieden durch die Straßen. Ich sitze ganz allein zu Hause und grüble über so vieles nach. Die Vergangenheit war schwer, und die Zukunft ist dunkel und trübe; alle Aussichten und Hoffnungen vollends entschwunden. [...]

 

 

Paul Reusch an Eduard Hamm, 22. Dezember 1932 (Auszüge)[14]:

 

Sie gehen ziemlich leicht über die Tatsache hinweg, daß nach dem Programm der neuen Reichsregierung die Verfassungsreform in den Hintergrund treten soll. Ich sehe die Dinge anders: Nach meiner Auffassung hätte auf das allerschärfste dagegen protestiert werden müssen, daß die Regierung die Reform wieder ad Kalendas Graecas vertagen will. Gerade jetzt in der Krise noch müs­sen die entscheidenden Schnitte am staatlichen Organismus gemacht werden! Der Reformwille läßt sich nicht beliebig lange auf Eise legen! Wenn nach einer Besserung der Wirtschaftslage der finanzielle Druck erst wieder so weit von unserem staatlichen Organismus genommen ist, daß dieser wieder einigermaßen tief Luft holen kann, dann ist der stärkste Impuls für die Durchführung einer wahrhaft großzügigen Reform unwiederbringlich dahin.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fußnoten



[1]. http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1957_3_6_kluke.pdf

[2]. http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/vpa/vpa2p/kap1_1/para2_6.html

[3]F. Deppe, W. Roßmann (Hg.): Wirtschaftskrise, Faschismus, Gewerkschaften, (Bibliographie )

[4]. http://www.digam.net/dokument.php?ID=3698

[5]. http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/vpa/vpa2p/kap1_1/para2_53.html

[6]. http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/vpa/vpa2p/kap1_1/para2_53.html

A. Brecht: Lebenserinnerungen 1927‑1967, (Bibliographie )

[7]. http://www.digam.net/dokument.php?ID=3738

[8]. http://www.digam.net/dokument.php?ID=3701

[9]. http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/10.html

Historische Kommission zu Berlin (Hg.): Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung - Band 12, (Bibliographie )

[10]Cuno Horkenbach (Hg.): Das Deutsche Reich von 1918 bis Heute (1932), (Bibliographie )

F. v. Papen: Vom Scheitern einer Demokratie 1930‑1933, (Bibliographie )

Les indications de dates varient: certaines sources donnent 5 ou 6 ou 15 décembre.

[11]. http://der-fuehrer.org/reden/deutsch/Briefe/1932-12-04.htm

A. Hitler: Reden, Schriften, Anordnungen - Band 5 - Teil 2 - Oktober 1932‑Januar 1933, (Bibliographie )

P. Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP - Teil 1, (Bibliographie )

[12]. http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0000/vsc/vsc1p/kap1_2/para2_25.html

[13]J. Goebbels: Eine historische Darstellung in Tagebuchblättern vom 1. Januar 1932 bis zum 1. Mai 1933, S. 225 u. 229 (Bibliographie )

http://www.digam.net/dokument.php?ID=3706

[14]. http://www.digam.net/dokument.php?ID=3705